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Grippewelle führt zu Engpässen in den Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim

30.01.2017 17:07 Uhr

Verschiebung geplanter Operationen und Verzicht auf Wahlleistung Raum

Die anhaltend schwere Grippewelle, Norovirus-Infektionen und andere oftmals winterbedingte Krankheiten bringen derzeit viele Krankenhäuser in Deutschland an ihre Kapazitätsgrenze. In den nächsten zwei bis drei Wochen wird mit keiner Besserung der Situation gerechnet. Inzwischen haben auch die Kliniken im Landkreis Ludwigsburg die räumlichen und personellen Kapazitäten ausgeschöpft. In den Notaufnahmen entstehen Wartezeiten von drei bis vier Stunden und es dauert lange, bis bei stationär aufzunehmenden Patienten ein freies Bett gefunden wird. Besonders schwierig ist die Situation bei Infektions- und Überwachungspatienten. Patienten müssen teilweise in Notbetten mehrere Stunden auf dem Flur liegen, bis Platz in einem Zimmer frei wird. Diese Wartezeiten und die unzureichende Unterbringung führen zu einer steigenden Zahl an Beschwerden.

 

„Wir versuchen alles, um die extrem hohe Belastung möglichst gleichmäßig auf die einzelnen Fachabteilungen und Kliniken im Landkreis zu verteilen“, sagt Regionaldirektor Matthias Ziegler, der die Patientenbeschwerden auf seinen Tisch bekommt. „Das ärztliche und pflegerische Personal arbeitet seit mehreren Wochen am Limit und wird teilweise selbst von der Grippewelle erfasst“, so Ziegler weiter. Dennoch gebe es aber keinen Grund zur Panik: „Jeder Patient wird versorgt“.

 

Das Klinikum in Ludwigsburg reagiert mit mehreren Maßnahmen auf diese Notsituation. Professor Dr. Oliver Hautmann, Ärztlicher Direktor des Zentrums für interdisziplinäre Notfallmedizin im Klinikum Ludwigsburg, und sein Team koordinieren innerhalb der Kliniken im Landkreis durch einen permanenten und engen Kontakt unter den Ärzten eine optimale und maximale Bettenbelegung. Zudem werden Betten chirurgischer Fachabteilungen umgewidmet und mit den durch die Infektionen betroffenen Patienten der Inneren Medizin belegt. „Wir müssen in dieser Situation geplante Eingriffe verschieben, da wir die Betten dringend für Notfall-Patienten benötigen“, so Professor Dr. Christian Wolpert, Ärztlicher Direktor der Klinik für Innere Medizin, Kardiologie, Nephrologie und internistische Intensivmedizin und Ärztlicher Sprecher im Klinikum Ludwigsburg. Als weitere Maßnahme wird bei Wahlleistungspatienten teilweise das Angebot von Ein- und Zwei-Bett-Zimmern eingeschränkt. „In einer solchen Ausnahmesituation müssen wir zugunsten der Patienten, die dringend einer stationären Versorgung bedürfen, auf Komfortleistungen für Privatpatienten verzichten“, so Wolpert.

 



Pressesprecher

Alexander Tsongas
Abteilungsleiter Unternehmenskommunikation und Marketing
Posilipostraße 4
71640 Ludwigsburg

E-Mail: alexander.tsongas(at)verbund-rkh.de